Beispiele für Online-Risiken

  • Allgemein gesellschaftliche und/oder politische Einflüsse wie z.B. Sperrung von Online-Plattformen aus politischen Gründen, die für das Unternehmen einen wichtigen Absatzkanal darstellen
  • Plötzliche und unerwartete Marktverschiebungen, z.B.:
    • Neue Konkurrenz durch Online-Startups und „New Player“, die einen Hype auslösen und die Aufmerksamkeit wichtiger Zielgruppen von eigenen Online-Aktivitäten ablenken. Z.B. weil sie zu der genutzten Plattform in Konkurrenz stehen. Man kann sich nicht uneingeschränkt auf die Beliebtheit und den Erfolg z.B. von etablierten sozialen Netzwerken verlassen.
    • Erfolgreiche Mitbewerber, die mit neuen Online-Strategien und Investitionen in eigene Marktsegmente eindringen
  • Wegweisende Strategieänderungen der Marktbeherrscher, von denen das eigene Geschäft empfindlich berührt wird.
    • Beispiel 1: Google machte im Jahre 2012 seinen bis dato offenen und kostenlosen Shopping-Bereich kostenpflichtig. Sehr zum Nachsehen vieler Ecommerce-Unternehmer, die die neuen hohen Kosten dafür nicht so ohne weiteres aufbringen konnten und deshalb Umsätze verloren
    • Beispiel 2: unangekündigte, radikale Änderungen an den Suchmaschinenalgorithmen, die dazu führen, dass andere Websites im Ranking bevorzugt werden und die Unternehmens-Website verdrängen
  • Geschäftsfelder und/oder Online-Plattformen, die aufgrund von Skandalen oder Katastrophen in Ungnade fallen oder negative Schlagzeilen machen. Ganze Branchen kann es hierbei nachhaltig im Image in den Abgrund ziehen. Und dies obwohl das eigene Unternehmen in keinster Weise daran beteiligt ist. Beispiel: Abgasskandal. Der Absatz von Diesel-PKWs ist auch online z.B. in Niedersachsen im Juli 2016 gesunken (http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Nachfrage-nach-Diesel-Fahrzeugen-stark-gesunken,autoverkaufszahlen100.html). Betroffen waren alle Dieselhersteller, auch die am Abgasskandal nicht beteiligten Marken.
  • Generelle Veränderungen in der unternehmensrelevanten Nachfrage und Stimmung bzw. Interessenlage bei den Zielgruppen
  • Preiserhöhungen von kostenpflichtigen Online-Diensten, -Plattformen und –Dienstleistern. Dies ist natürlich auch aus der klassischen Wirtschaft bekannt. Doch bestehen hier oft langfristigere Vertragsbindungen als im Internet, was Risiko etwas dämpft. Im Internet sind derartige Sicherheiten eher unüblich. Außerdem sind die kostentreibenden Faktoren im Internet oft viel unberechenbarer.
  • Weitere unerwartete, unvorhersehbare Risikos und Einflussfaktoren

 

Hier geht’s zurück zur Seite Risiko-Analyse.